Über Christopher

Ich wollte nie hören: „Papa, du warst nicht da.“

Ich bin Christopher Hartmann. Papa von drei Kindern, Ehemann und Gründer von PapaKann.

Vor allem aber bin ich ein Papa, der irgendwann gemerkt hat: Ich möchte meine Kinder nicht nur beim Großwerden begleiten, wenn neben der Arbeit noch Zeit dafür bleibt.

Ich möchte da sein.

Nicht perfekt. Nicht immer entspannt. Nicht mit einer Antwort auf jede Erziehungsfrage.

Aber präsent.

Genau daraus ist PapaKann entstanden: eine Plattform für moderne Väter, die Familie nicht nur versorgen, sondern aktiv leben wollen.

Christopher, Gründer von Papakann, mit seinem Kind bei einer Taufe.

Warum Papakann?

Ich wollte nie irgendwann von meinen Kindern hören:

„Papa, du warst nicht da.“

Dieser Gedanke hat viele meiner Entscheidungen geprägt.

Ich kenne eine Arbeitswelt, in der lange Tage, ständige Erreichbarkeit und Karriere selbstverständlich sind. Und ich kenne die Vorstellung, dass ein guter Vater vor allem dafür sorgt, dass es seiner Familie finanziell an nichts fehlt.

Heute sehe ich das anders.

Natürlich tragen wir als Väter Verantwortung für die materielle Sicherheit unserer Familie. Aber Verantwortung endet nicht beim Gehaltszettel.

Sie beginnt morgens beim Frühstück.
Beim Trösten.
Beim Wickeln.
Beim Einschlafen.
Beim Arzttermin.
Beim Wäscheberg.
Bei der Mental Load.

Und bei der Entscheidung, Zeit mit unseren Kindern nicht als Restgröße unseres Berufslebens zu behandeln.

Deshalb lautet der Claim von PapaKann:

Papa. Fürs Leben da.

Ich bin kein Erziehungsexperte

Und PapaKann soll auch keine Plattform werden, auf der dir jemand erklärt, wie du deine Kinder „richtig“ erziehst.

Ich bin Papa.

Ich mache Fehler. Ich werde ungeduldig. Ich hinterfrage Entscheidungen. Manche Dinge funktionieren bei Kind eins wunderbar und bei Kind zwei überhaupt nicht und spätestens Kind drei sorgt ohnehin dafür, dass man manche Gewissheit wieder über Bord wirft.

Was mich interessiert, ist deshalb weniger Perfektion als Haltung.

Wie können wir Kinder ernst nehmen, ohne ihnen jede Verantwortung zu überlassen?

Wie können wir Grenzen setzen, ohne Beziehung als Druckmittel zu verwenden?

Wie schaffen wir Familien, in denen Care-Arbeit nicht automatisch Frauensache ist?

Und wie können Männer Väter sein, ohne sich zwischen Familie und einem erfüllten Berufsleben entscheiden zu müssen?

Über solche Fragen schreibe ich auf PapaKann.

Bedürfnisorientiert. Aber nicht grenzenlos.

Unsere Haltung als Familie ist stark von bedürfnis- und bindungsorientierter Elternschaft geprägt.

Für mich bedeutet das nicht, dass Kinder alles dürfen.

Kinder haben Gefühle. Bedürfnisse. Grenzen. Eine eigene Persönlichkeit.

Und Erwachsene tragen Verantwortung.

Ich glaube daran, dass Kinder grundsätzlich kooperieren wollen – und dass hinter Verhalten meistens mehr steckt als „Trotz“, „Manipulation“ oder „Grenzen testen“.

Das macht Elternschaft nicht automatisch leichter.

Aber oft verständlicher.

Gefühle dürfen grenzenlos sein. Verhalten nicht.

Montessori trifft Familienalltag

Ein weiterer wichtiger Einfluss in unserem Familienleben ist Montessori.

Dabei interessieren mich weniger perfekt eingerichtete Instagram-Kinderzimmer als die Idee dahinter:

„Hilf mir, es selbst zu tun.“

Kinder dürfen ausprobieren. Mithelfen. Entscheidungen treffen. Fehler machen. Verantwortung übernehmen, die ihrem Alter entspricht.

Das kann ein niedriger Kleiderhaken sein.

Oder ein Kind, das selbst entscheidet, welche Hose es heute anzieht.

Montessori bedeutet für mich deshalb nicht, möglichst viel Montessori-Material zu kaufen.

Im Gegenteil.

Zeit statt Zeug

Wir versuchen als Familie, mit weniger Dingen zu leben.

Vieles kaufen wir gebraucht. Manche Dinge kaufen wir überhaupt nicht. Und bei Kinderprodukten interessiert mich weniger, was gerade angesagt ist, sondern ob etwas wirklich gebraucht und lange verwendet wird.

Deshalb gehören Minimalismus und Second Hand genauso zu PapaKann wie Vaterschaft.

Denn Kinder brauchen aus meiner Sicht nicht ständig neues Spielzeug.

Sie brauchen vor allem Menschen, die mit ihnen spielen.

Zeit statt Zeug.

Unter Papa empfiehlt findest du deshalb keine endlosen Bestenlisten, sondern Bücher, Produkte und Ideen, die sich bei uns im echten Familienalltag bewährt haben.

Mit Kindern hört die Welt nicht auf

Ich komme beruflich aus dem Tourismus. Reisen war lange Teil meines Berufs – und ist heute Teil unseres Familienlebens.

Nur eben anders.

Mit Kindern bedeutet Reisen langsamer zu werden. Mehr Pausen zu machen. Spielplätze plötzlich spannender zu finden als Sehenswürdigkeiten. Und manchmal festzustellen, dass der beste Programmpunkt des Tages ein Bagger neben der Unterkunft war.

Wir reisen mit unseren Kindern, fahren Bahn, machen Ausflüge und nutzen unter anderem Home Exchange.

Nicht, weil Reisen mit kleinen Kindern immer entspannt wäre.

Sondern weil ich glaube:

Die Welt ist auch mit Kindern da.

Darüber schreibe ich im Bereich Unterwegs.

Gleichberechtigung beginnt zuhause

Über Gleichberechtigung wird viel gesprochen.

Für mich entscheidet sie sich aber nicht erst in Vorstandsetagen.

Sie entscheidet sich zuhause.

Wer bleibt beim kranken Kind?

Wer kennt die nächste Kleidergröße?

Wer organisiert Termine?

Wer denkt daran, dass die Windeln ausgehen?

Wer reduziert Arbeitszeit?

Und wessen Karriere gilt innerhalb einer Familie automatisch als die wichtigere?

Moderne Vaterschaft bedeutet für mich deshalb mehr als möglichst viel „Quality Time“ mit den Kindern.

Sie bedeutet Verantwortung zu übernehmen, auch für die unsichtbare Arbeit einer Familie.

Nicht als Helfer.

Als Papa.

Warum Christopher Hartmann PapaKann gegründet hat

Ich habe PapaKann nicht gegründet, weil ich herausgefunden hätte, wie gute Vaterschaft funktioniert.

Sondern weil ich noch dabei bin.

Ich lese. Ich hinterfrage. Ich probiere aus. Ich scheitere. Ich ändere meine Meinung.

Und ich möchte Erfahrungen teilen, Diskussionen anstoßen und andere Väter ermutigen, ihre eigene Rolle bewusster zu gestalten.

Dabei geht es nicht darum, dass alle Familien genauso leben müssen wie wir.

Es geht darum, die Frage überhaupt zu stellen:

Was für ein Papa möchte ich sein?

Meine Antwort verändert sich.

Aber ein Teil davon bleibt:

Ich möchte da sein.

Nicht irgendwann.

Jetzt.

Wenn Papakann dazu beiträgt, dass ein Papa sein Kind ein bisschen bewusster begleitet, ein Paar Verantwortung gerechter verteilt oder ein Vater sich öfter für Zeit statt Zeug entscheidet, dann hat sich dieses Projekt schon gelohnt.

Ohne Jessica gäbe es PapaKann so nicht.

Auf dieser Seite steht ziemlich oft „ich“.

Ich habe PapaKann gegründet.
Ich schreibe die Artikel.
Ich veröffentliche die Gedanken unter meinem Namen.

Deshalb gehört an diese Stelle ein ziemlich großes Wir.

Denn hinter sehr vielem, was du auf PapaKann liest, steht meine Frau Jessica.

Sie ist diejenige, die mich auf Themen bringt, die ich selbst nicht gesehen hätte. Die mir Artikel, Studien und Initiativen schickt. Die Gedanken weiterdreht, widerspricht, hinterfragt und mich regelmäßig dazu bringt, meine eigene Perspektive noch einmal zu überprüfen.

Und wenn ich ganz ehrlich auf die Ideen hinter PapaKann schaue, kommt ein ziemlich großer Teil des Inputs ursprünglich von ihr.

Viele Dinge, über die ich heute selbstverständlich schreibe: bedürfnisorientiertes Familienleben, Montessori, Gleichberechtigung, unsere Art mit Kindern umzugehen, sind nicht irgendwann fertig in meinem Kopf entstanden.

Wir haben sie gemeinsam entwickelt.

Und manches hat Jessica lange vor mir gesehen.

Sie unterstützt dieses Projekt nicht nur. Sie hält mir auch den Spiegel vor, wenn Anspruch und Wirklichkeit bei mir einmal nicht zusammenpassen.

Sie treibt mich an, wenn aus einer Idee tatsächlich etwas werden soll.

Und sie ermöglicht mir überhaupt erst, die Zeit und Energie in PapaKann zu stecken, die dieses Projekt braucht.

Deshalb wäre es ziemlich vermessen, hier eine Plattform über moderne Vaterschaft aufzubauen und so zu tun, als hätte der Papa das alles alleine geschafft.

Hat er nicht.

PapaKann trägt meine Stimme.

Aber ganz viel von dem, was darin steckt, trägt auch ihre Handschrift.

Dafür möchte ich an dieser Stelle etwas sagen, das zwischen all den Artikeln, Posts, Ideen und Diskussionen viel zu leicht untergeht:

Danke, Jessica.

Für deinen Input.
Für deine Kritik.
Für deinen Antrieb.
Für deine Unterstützung.
Für all die Ideen, auf die du mich gebracht hast.

Und vor allem dafür, dass wir das, worüber ich hier schreibe, jeden Tag gemeinsam versuchen zu leben.

Ohne dich gäbe es PapaKann vielleicht als Domain.
Aber ziemlich sicher nicht als das, was es heute ist.